Eine (Fern-) Busfahrt ist… nicht ungefährlich.

Und wieder die liebe Fahrsicherheit… Es kommt einem so vor, als ob Fernbusunternehmen vermehrt in Unfälle verwickelt sind. Ob das daran liegt, dass sie etwa den gleichen Anteil daran haben, wie andere, nicht verbundgetreue Unternehmen – unklar.
Allerdings ist eins auffällig. Die Busse sind Subunternehmer der eigentlichen Betreiber-Gesellschaften und sagen lediglich zu, bestimmte Verhaltensweisen zu erfüllen. D.h., der Umgang mit der Sicherheit und die Erfüllung der Ansprüche der Betreibergesellschaften, obliegt allein den Sub´s.

Aus der Industrie und größeren Baufeldern sind uns Sub´s bekannt – zur Genüge. Dort laufen durchaus mal ein Dutzend Sub´s in einer Linie. Und wenn jeder etwas verdienen möchte, kann man sich an den Fingern abzählen, welche Erfüllungsqualität die initial gestellten Ansprüche dann noch haben…

So auch bei den Busunternehmen. Den Sub`s bloß nicht zuviel an Verpflichtung aufbürden (regelm. Führerscheinkontrollen, Alkohol- und Drogenkontrollen, Reifenzustände etc.) könnten ja drangsalieren und den Sub zur Kündigung veranlassen… Eine zweite Person als Busfahrer? Um Gottes Willen – viel zu teuer. Fahrsicherheitstrainings für die Busfahrer? Warum? Die fahren schon 20 Jahre und sind gut…

Bla, bla, bla… nur heiße Luft – und selbst auf der Internetpräsenz vom ADAC-Postbus ist nur von Qualifikation der Fahrer die Rede… Fahrsicherheitstrainings eigener Sub´s erwähnt man gleich gar nicht – dann rechnet sich wohl nichts mehr. Und dass der goße Gelbe nicht damit werben und „seine“ Fahrer dennoch in der Fahrsicherheit aktiv qualifiziert, kann kaum einer glauben, der nicht mit dem Klammerbeutel gepudert ist – schließlich ist die Fahrsicherheit eines der wesentlichen Standbeine des ADAC. Hier nicht zu werben, würde nicht mal einem Marketing-Beginner als Fehler unterlaufen.

Der große Grüne jedenfalls, der in Berlin, schult seine Sub´s nicht. Und der hat auch keine Lust, die Gelder dafür auszugeben. Na ja, schließlich haben die es geschafft, bis 2015 nicht einmal eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu beauftragen – da tanzen die Mitarbeiter tatsächlich auf den Tischen.

Aber kaum ein paar Jahre nach dem Start, ist eine derartige Maßnahmebei all der geforderten Expansion schließlich auch etwas zu viel verlangt…

Im Resümé eine fragwürdige Einstellung zum Thema Sicherheit.

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