VW-Safety-Gate: T-Modelle sind als Einsatzfahrzeuge auszuschließen

Eine Anfrage bei VW über die Struktur & Konstruktion der Fahrgastzelle des weit verbreiteten „Bullis“ und damit verbundene Daten von Crash-Tests brachte durch die Konzern-Reaktion Ernüchterung. Als Profis im Bereich Arbeitsschutz & Fahrsicherheit interessiert uns das Einsatzfahrzeug als „Sicherheitskonstrukt“ auf Ebene der verantwortlichen Multiplikatoren, da unzureichender Insassenschutz schon grundsätzlich im Bereich Arbeitssicherheit ein Ausschlußkriterium für Einsatzfahrzeuge darstellt – ungeachtet der Marke.

Nach mehreren Unfällen mit Einsatzfahrzeugen von VW, hatte sich zunehmend der Verdacht gefestigt, dass die Transporter-Serie die Insassen nur ungenügend und weit ab heutiger Standards schützen.

Im Februar berichteten wir bereits über diese Einsatzfahrzeuge und deren Insassenschutz. In diesem Zusammenhang erhielt ein Kollege die Genehmigung, ein Protokollauszug einer ASA-Sitzung zu veröffentlichen, aus der die brisante Thematik unter dem Gesichtspunkt der Arbeitssicherheit hervorgeht.
Nachdem wir das ASA-Protokoll auf mehreren Plattformen veröffentlicht hatten, erhielten wir etliche Nachfragen. Die Leser wollten über die Hintergründe -also Substanz- der Annahmen, die die Transporter-Fahrzeuge bei Nutzung als So-Kfz als ungeeignet und gefährlich begründen, Näheres wissen.

Daraufhin haben wir an den zuständigen Bereich von Volkswagen einen offenen Brief geschickt, in dem konkretisierte Fragen zum Thema des konstruktiven Insassenschutzes festgehalten sind.

Anfrage passive Sicherheit T-Modelle.                                                                               sichermacher VW Rettungsfahrzeuge 1 Anfrage Offener Brief

Ohne weitere Beantwortung, wurde uns zwar die Bearbeitung der Anfrage -wenn auch nur durch Nachfrage- bestätigt, mehrmalige Fristen verstrichen jedoch trotz Nachhakens, ungenutzt. Letztlich bestätigt VW so, den bis dahin nur vermuteten Sachverhalt, dass die T-Modelle als Einsatzfahrzeuge gefährlich sind.
Insassenschutz – zumindest nach heutigem Standard, besteht nicht.
Insofern wird die Annahme, die bereits aus den verfügbaren Rettungsdatenblättern ersichtlich scheint, Gewissheit: Der passive Insassenschutz ist beim aktuellen T 6 – Modell in der Fahrgastzelle seit ca. 20 Jahren annähernd unverändert und offenbart nach heutigen Maßstäben, die instabilste Konstruktion seiner Art zu sein.

Dies wird durch die eingangs genannten Unfälle eindrucksvoll dokumentiert: Mehrfach resultierten -trotz entsprechend der Unfallsituation relativ geringer Kräfteeinwirkungen- erhebliche, sich auf die Bereiche Kabine und Dach konzentrierende, untypische und erhebliche Deformationen, welche eine für die Insassen außergewöhnlich hohe Gefahr darstellen.

Somit dürften T-Modelle als Einsatzfahrzeug nicht mehr zur Debatte stehen – denn wer stellt sich als Verantwortlicher bei einem Verkehrsunfall mit ggf. verletzten Kollegen den berechtigten Fragen, warum als unsicher geltende Fahrzeuge -trotz besonderer Auflagen gem. Arbeitsschutzgesetz zur Auswahl der Betriebsmittel- den sich am Markt befindlichen, sicheren Fahrzeugen, vorgezogen werden. An den Kosten darf es nicht liegen…

Hintergrundinformationen:

  1. Anfrage an VW sichermacher VW Rettungsfahrzeuge 1 Anfrage Offener Brief
  2. Resümee & Fazit sichermacher VW Rettungsfahrzeuge 2 Offener Brief Fazit
  3. Stellungnahme sichermacher VW Rettungsfahrzeuge 3 Offener Brief Stellungnahme
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Eine Antwort auf VW-Safety-Gate: T-Modelle sind als Einsatzfahrzeuge auszuschließen

  1. hobbybäcker sagt:

    von dem verein ist man ja nichts anderes mehr gewohnt. irgendwann kriegen wir bescheid das die autos eigentlich china gebaut werde. zuzutrauen ist den mittlerweile alle. find ich. schade. ich fahre meinen bulli sehr gern

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