Das go:h der Eilenriedeklinik: äußerst bedenklicher Sicherheitszustand

Das Nordstadt-Krankenhaus Hannover versagt in vielen seiner Grundpflichten, wie der Patientenbetreuung, Basics in der Arbeitssicherheit und dem Selbstverständnis des Datenschutzes – der Patienten, wohlgemerkt.

Doch bereits 2015/2016 hat sich der private Ableger der Eilenriedeklinik, die Orthopädische Abteilung go:h als Einrichtung mit eklatanten Defiziten in Sicherheit & Brandschutz gezeigt – und die Führung sich entsprechend ignorant.

Bereits die Aufnahme und der Start einer geplanten Schulter-OP zeigten sich bei einem gut 40-jährigen Patienten als irrwitzig; die FSJ-lerin ging bei der Aufnahme von einer Bein-OP aus, im OP wollte man sich tatsächlich die falsche Seite vornehmen. Glücklicherweise hatte der Patient am Vortag noch mit seiner Tochter über Verwechselungsmöglichkeiten gesprochen, so dass diese (8 Jahre) auf die Idee kam, ihm auf die heile Seite in dicken Buchstaben ein „Nicht diese Seite!“ draufmalte.

Das sonstige Ergebnis war so, wie erwartet. Allerdings fielen dem Patienten unzählige Sicherheitsmängel in der Raumgestaltung, den Flucht- und Rettungswegen sowie der Versorgung als Solches auf. Leider erst postoperativ, so dass er trotz der tlw. massiven Gefährdung die nächsten Tage an das Haus gebunden war. 

·         Behandlungen wurden mit medizinisch nicht zugelassenen Geräten durchgeführt                        ·         Nicht ordnungsgemäß geprüfte Medizinprodukte                                                                            ·         Ungeprüfte Elektrogeräte und Verlängerungen                                                                                ·         Unsachgemäße, behelfsmäßige Verlegung von stromführenden Kabeln                                     ·         Brandfördernder Zustand von Zwischenwänden, Decken und Vorwänden                                   ·         Nicht gewartete Klimaanlagen mit erheblichen Staubansammlungen und Brandgefahr         ·         Ungeprüfte, verstaubte Hochvolt-Stand-Deckenfluter ohne Schutzscheiben mit direktem Gardinenkontakt                                                                                                                                             ·         Dauerhaft und durchgehend verbarrikadierte Löscheinrichtungen und Brandmelder             ·         Erhebliche Brandlast durch unsachgemäß lagernde Baumaterialien vor den Fluchtwegen      ·         Spitze und gefährliche Baumaterialien in begehbaren Bereichen                                                      ·         Falsche Kennzeichnung von Fluchtwegen, tlw. in Richtung Blindgänge oder Besenkammern                                                                                                                                               ·         Raumanordnung tlw. hinsichtlich Brandschutz fraglich durch viele „gefangene Räume“        ·         Unzulässig rutschige Fußböden                                                                                                            ·         Absturzgefahren durch unzureichende Wege-Absicherungen, insbes. für Kinder

Der Patient hatte bei den folgenden Behandlungstagen und später in der ambulanten Nachsorge immer wieder darauf hingewiesen, auch per Mail die Eigentümer von den Diskrepanzen in Kenntnis gesetzt. Leider wurden diese Aktionen des guten Willens damit quittiert, dass man doch bitte auch thematisch bei der Nachsorge bleiben und somit jeder seiner eigenen Fachkompetenz nachgehen sollte.

Schade, dass die Eigentümer nicht gemerkt hatten, dass der Patient genau das tat.

Hinsichtlich dieser Kompaktheit kumulativer und sich gegenseitig potenzierender Mängel -insbesondere im Brandschutz- und hinsichtlich der Verantwortungs-Einstellung der Eigentümer, ist zu unterstellen, dass im go:h auch keine Alarmkonzepte und Evakuierungspläne existieren. Vermutlich, weil ein verheerendes Feuer -trotz Forcierung allerbester Voraussetzungen- grundsätzlich nicht zum schönen Schein der Einrichtung für Privatpatienten passt.

Die SICHERMACHER® – Meinung: Schade, dass die wohl einmalige Chance der Eigentümer durch eben diese ignorant vertan wurde. Nur weil man auf der Focus-Ärzteliste steht, darf man sich trotzdem die Patienten nicht selbst generieren.

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